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Sanierung und Gestaltung Pfarrkirche St. Peter, Viersen-Bockert

1998

   
 
     
 

Die Außensanierung an der 1891 vom Kirchenbaumeister van Kann erbauten Pfarrkirche wurde 1995 abgeschlossen. Als 2. Bauabschnitt ist die Sanierung und Umgestaltung des Innenraumes  fertiggestellt.
Um diese Maßnahme überhaupt realisieren zu können, wurden von den Architekten in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde und dem Bistum Lösungen erarbeitet, die in Materialwahl und Detailqualität einem Kirchenraum gerecht werden, jedoch mit einem sehr knappen Kostenrahmen zu finanzieren sind.
Der ehemalige Liturgiebereich entsprach nicht mehr dem Ablauf heutiger Messfeiern. Die komplette Ausstattung des Kirchenraumes ließ keinen Zusammenhang erkennen. Eine neue und einheitliche Liturgieausstattung war hier Grundlage für eine konzeptionelle Neuordnung des Kirchenraumes.
Das ehemalige Altarpodest von ca. 90 cm Höhe wurde auf eine zweistufige Podestplatte reduziert. Sie legt sich, als von den Wänden abgelöste Fläche in der Größe des Vierungsquadrates, zwischen Vierung und Chorraum. Der neue Altar steht im vorderen Drittel des Podestes in der Hauptachse der Kirche unterhalb des Bogens zwischen Chor und Vierung.  Er ist von jedem Platz in der Kirche zu sehen. Ambo und Tabernakel liegen außerhalb der statischen Hauptachse.
Das Taufbecken wurde von der ungünstigen Lage aus den Chorkapellen in die größeren Turmkapellen verlegt. Die neue Lage des Taufbeckens ermöglicht eine Tauffeier in kleinem Rahmen an definiertem Ort, ohne die Gemeinden auszuschließen.
Die Querhausapsiden sind mit einer mobilen Bestuhlung ausgestattet, die eine vielfältige Nutzung des Kirchenraumes in unmittelbarer Nähe zum Altar bei Kindermessen, kleinen Konzerten und Messunterrichtung ermöglicht.
Am Hauptportal wurde die beengte Windfanglösung entfernt. Der neugeschaffene Windfangbereich bildet zusammen mit der Marienkapelle und der Taufkapelle einen Raum, der unabhängig von den Messfeiern besucht werden kann.
Die neue Scholz-Orgel hat im Zuge einer statischen und gestalterischen Überarbeitung der Empore als Brüstungsorgel einen Platz gefunden.
In der Hierarchie und Nutzungsabfolge von Chor, Altarpodest, Kirchenraum und Hauptportal schließt sich im Außenbereich der Kirchenvorplatz an, der die Raumabfolge in den Außenbereich fortsetzt und der Gemeinde einen angemessenen Versammlungsort zum kurzen Gespräch nach der Messfeier bietet.
Die Liturgieausstattung besteht aus einfachen kubischen Elementen, die sich der Gesamtgestalt des Kirchenbaus unterordnen. Die Grundmaterialien sind matt geschliffener Muschelkalk sowie gegossene Betonelemente im Kontrast mit unbehandelter Eiche für die Sedilien und Abdeckungen, Stahlprofile und Glas für die Windfangeinbauten.
Die neue Ausmalung wurde von Grund auf mineralisch aufgebaut und schafft einen lichten ruhigen Sakralraum unter Betonung der tragenden Architekturglieder.

Pfarrgemeinde St. Peter Viersen-Bockert

 

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01.12.2015