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Sanierung Technisches Rathaus, Viersen

2006

   
 
     
 

Die Sanierung des technischen Rathauses wurde von Juli 2005 bis August 2007 realisiert, dabei wurde die Maßnahme im "laufenden Betrieb" des Rathauses durchgeführt, so dass nur etagenweise bzw. noch in Bauteile unterteilt Stück für Stück saniert wurde.
Es waren drei Gebäudeteile Bahnhofstraße 23,27,29 betroffen. Ziel der Maßnahme war es, die Büros und andere Nutzungsbereiche vom EG bis 3. OG technisch zu modernisieren und nach heutigen Standard zu sanieren. Dabei war beabsichtigt, so wenig wie möglich die Rohbausubstanz zu verändern.
Die Sanierung verfolgte des Weiteren die Umsetzung eines zeitgemäßen Brandschutzkonzeptes. Die Außenfassaden wurden teilweise nur gereinigt und einzelne Schadstellen beigearbeitet.
Baulich waren fünf wesentliche Eingriffe in die Bausubstanz vorgesehen: Einbau eines Aufzuges, Erneuerung der Dachdeckung im Bereich des fünfziger Jahre Baues, Erneuerung der Heizungsanlage, Erneuerung der Sanitäreinheiten und Erneuerung der Fenster.
Da der Neubau, Bahnhofstraße 29 (Baujahr 1949-52) noch am ursprünglichsten erhalten geblieben ist und als Repräsentationsbau der Nachkriegszeit für eine demokratische Architektur in Viersen steht, wurde dieser im Rahmen der Sanierung am sensibelsten behandelt. Dabei wurde der Kopfbau des fünfziger Jahre Baues möglichst in seiner Substanz erhalten und nur Erneuerungen in Anlehnung an das Original ergänzt. Die Repräsentationsflächen wie Ratssaal, das gesamte Treppenhaus mit Foyer und die offene dreiläufige Freitreppe sind im Erscheinungsbild in Gänze erhalten geblieben. Die Fensteranlagen wurden überarbeitet, die Naturstein-, und Fliesenflächen im Treppenhaus bleiben unberührt, die Parkettflächen erhielten eine neue Versiegelung.
Der behindertengerechte Aufzug wurde so ausgeführt, dass durch die bauliche Ausführung und durch die Standortwahl in die Nutzungsstruktur des Kopfbaues am wenigsten eingegriffen wurde, auch die bestehende Fassade blieb möglichst unberührt, nur im Bereich der Sockelzone wurde ein Außenzugang für den Aufzug und in der Dachebene die Aufzugüberfahrt als Dachgaube bei Weiterverwendung des gleichen Natursteinfassadenmaterials ausgeführt. Die inneren Aufzugzugänge wurden als Putzwandflächen mit Ganzglasaufzugtüren ausgeführt.
Die Büros in allen Bauteilen wurden komplett saniert, dabei wurden sämtliche Installationen wie Heizung, Elektro und EDV erneuert. Die Wände und Decken wurden neu überarbeitet, wobei eine helle Farbgestaltung ausgeführt wurde. Die Bodenflächen wurden in Linoleum ausgeführt. Die Bürotüren wurden als Stiltüren mit Glasausschnitt erneuert, die Bestandsfenster wurden durch Fenster mit einer Profilierung in Anlehnung an die Bestandsfenster der fünfziger Jahre bzw. Jahrhundertwende bei Übernahme der Sprossenausführung mit Isolierverglasung erneuert.
In den Fluren wurden im Rahmen einer Farbgestaltung die Architekturelemente, wie Stuckelemente und Wandpfeiler betont und diese Aufteilung in die Gestaltung der Linoleumbodenflächen aufgenommen. Die Wand- und Deckenflächen wurden in weiss und hellgelb, die Linoleumflächen in gelb und anthrazid ausgeführt. Die Beleuchtung wurde als Wandleuchten/ Deckenleuchten in einem zeitneutralen Design vorgesehen.
Da der Mittelbau, Bahnhofstr. 27 (Baujahr 1877) durch die Umnutzung von einem Wohnhaus, ehemalige Bürgermeisterwohnung, und der Altbau, Bahnhofstr. 29 (Baujahr 1887) durch die Umnutzung von einem alten Amtshaus mit Polizei bereits in den fünfziger Jahren zu einem Bürogebäude im Inneren bis auf die Stuckdecken im Erdgeschoss und den Treppenhäusern kaum noch unverändert geblieben ist, war eine Sanierung der bestehenden Büro- und Flurflächen denkmalpflegerisch unbedenklich.            

           

          

           

 

 

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01.12.2015